Ablauf Therapie Kinder- und Jugendliche

Erstgespräch

Wir vereinbaren ein unverbindliches Erstgespräch gemeinsam mit Ihrer Tochter/Ihrem Sohn. Dieses dient dem gegenseitigen Kennenlernen und der ausführlichen Darlegung des Vorstellungsgrundes. Welche Wünsche, Ziele und Vorstellungen haben Sie und ggf. Ihr Kind/Teenager an eine Psychotherapie? Gemeinsam besprechen wir, ob eine Indikation für eine Psychotherapie besteht und das weitere Vorgehen. Entscheiden Sie sich für eine Zusammenarbeit mit mir, vereinbaren wir weitere Termine für eine ausführliche Diagnostik im Rahmen der sog. Probatorischen Sitzungen. 

Ist Ihr Kind noch im Kindergarten- oder Grundschulalter, empfiehlt es sich, das Erstgespräch ohne Kind zu führen. Bitte kommen Sie, falls möglich, als Eltern zu zweit zum Erstgespräch, auch wenn Sie getrennt leben. 

 

Im Erstgespräch geht es um das Vorstellen eines Problems bzw. problematischen Verhaltens ihres Kindes/Teenagers. Bitte denken Sie auch an die positiven Seiten Ihres Kindes, an Stärken und Fähigkeiten, die es zweifelsfrei hat. Sprechen Sie diese an, ganz besonders wenn Sie den Termin gemeinsam mit Ihrem Kind/Teenager bei mir wahrnehmen.

 

Bitte bringen Sie vorhandene Arztbriefe, Befunde und Unterlagen von anderen Therapeuten (Ergotherapie, Logotherapie) sowie Zeugnisse zum Erstgespräch mit.

 

 

Psychotherapeutische Sprechstunden / Probatorische Sitzungen

Diese dienen der weiteren diagnostischen Abklärung. Eine ausführliche Anamnese mit Ihnen als Eltern zur Entwicklung Ihres Kindes, zur Familiensituation, zur Schulsituation sowie eine altersgerechte Anamnese mit Ihrem Kind/Teenager bilden die Grundlage einer ersten diagnostischen Einschätzung. Entsprechend der individuellen Situation des Kindes werden die  Bereiche Konzentration, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit und Lernleistung in die Diagnostik einbezogen. Bei Bedarf  finden Gespräche auch mit Lehrern und Betreuern statt.

 

Die probatorischen Sitzungen (ca. 3-5) dienen zugleich dem Aufbau einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Patient, Eltern und mir als Therapeutin. Auf Basis des sich ergebenden Gesamtbildes wird ein Auswertungs- und Beratungsgespräch mit Ihnen als Eltern geführt. Sie erhalten Informationen über eventuelle Störungsbilder, mögliche Verdachtsdiagnosen und einen vorläufigen Behandlungsplan. Die Psychotherapie umfasst regelmäßige, meist wöchentliche Termine á 50 Minuten. In regelmäßigen Abständen, ca. alle 5 Stunden, finden gemeinsame Elterngespräche statt. Je nach individueller Situation, werden auch Lehrer und Betreuer in die Behandlung eingebunden.

 

 

Anamnese und Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen

In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verbinde ich verschiedene Therapieformen je nach individuellem Bedarf. So kommen Verfahren der klassischen Verhaltenstherapie ebenso wie systemische, lösungsfokussierte und kreative Methoden zum Einsatz. Meine Philosophie ist geprägt von einem ressourcenorientierten, ganzheitlichen Ansatz.

 

Sowohl die Methoden der Kognitiven Verhaltenstherapie als auch schöpferische Ausdrucksformen durch Malen, Zeichnen oder Gestalten, Entspannungsmethoden, Krafttierreisen sowie therapeutisches Yoga und Jonglieren können Teil des Therapieplanes sein.

 

Im Vordergrund der Anamnese stehen nicht defizitäre Aspekte, sondern ein ganzheitliches Erfassen des Kindes/Jugendlichen bezogen auf seinen biografischen und sozialen Hintergrund. 


Neben der diagnostischen Gesprächsführung und standardisierter Testverfahren im Rahmen biografischer und sozialer Kontexte, bilden projektive Verfahren eine ergänzende Herangehensweise sowohl in der Einfangsdiagnostik als auch in der Verlaufsdiagnostik. Hierzu gehören gestalterische Verfahren wie der bildnerische Ausdruck in Spontanzeichnungen, im Setting des Figurenspiels, dem Einsatz von Systembrett und Lebensfluss. 

 

Checkliste für eine positive, zugewandte Beziehung zu ihren kleineren Kindern in besonderen Situationen:

  • Zeigen Sie Interesse an der Entwicklung Ihres Kindes
  • Versuchen Sie Ihr Kind so anzunehmen, wie es ist - auch wenn es manchmal sehr schwer fällt
  • Erleichtern Sie das Familienleben durch Rituale, klare Strukturen und Abläufe
  • Erinnern Sie sich an Fingerspiele, Abzählreime und Lieder aus Ihrer Kindheit? 
  • Vorlesen von Märchenbüchern, Geschichten erzählen und erzählen lassen mit Bilderbüchern
  • Kinder an Alltagstätigkeiten teilhaben und mitwirken lassen
  • Weniger Spielzeug ist mehr, stattdessen alles was Kreativität und Phantasie fördert

Entwicklungsaufgaben und kritische Lebensereignisse stellen für Kinder und Jugendliche Anforderungen dar, die manchmal nur schwer zu bewältigen sind. 

 

Zum Austausch von Erfahrungen und zum Erlernen von Bewältigungsstrategien in Krisensituationen finden Angebote für offene Gruppen mit Kindern und/oder Erwachsen statt.

 

Anfragen unter 08121 4103311.